Steuerplanung ist eine knochentrockene Arbeit! ... erzählt man uns immer wieder.

Kilometergeld

Artikel zu unserem Spezialtipp für Arbeitnehmer mit mehr als 30.000 Kilometern pro Jahr. Bitte hier klicken! Das dazugehörige Formular gibt es hier. Sie müssen lediglich ihre Zahlen einsetzen, die Berechnungen sind bereits für Sie übernommen.

 

Ab 1. Jänner 2011 gelten folgende Tarife beim amtlichen Kilometergeld:

 

PKW: 0,42 €/Kilometer
Mitfahrer: 0,05 €/Kilometer 
Motorrad bzw. Motorfahrrad: 0,24 €/Kilometer
Fahrrad (oder zu Fuß) ab dem 2. Kilometer: 0,38 €/Kilometer

 

Mit dem Kilometergeld sind alle Kosten für die berufliche Verwendung des privaten Fahrzeuges abgegolten. Auch Parkgebühren gelten als abgedeckt.

 

Bis zu den oben bezeichneten Grenzen ist das Kilometergeld für den Arbeitnehmer steuer-und sozialversicherungsfrei.

 

Es gelten folgende Voraussetzungen für die Steuerfreiheit:

  • Es liegt eine Dienstreise vor
  • Der amtliche Höchstsatz wird nicht überschritten
  • Die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer hat für den Betrieb des Fahrzeuges selbst aufzukommen
  • Ein Fahrtenbuch oder sonstige Unterlagen zum Nachweis der für das Unternehmen gefahrenen Kilometer liegt vor

 

Es besteht für den Arbeitgeber jedoch keine gesetzliche Verpflichtung zu Bezahlung eines Kilometergeldes (oder in einer bestimmten Höhe). Achtung: Jedoch können etwaige kollektivvertragliche Regelungen bestehen!

 

Wird ein höheres Kilometergeld ausgezahlt, ist der übersteigende Teil steuer-und sozialversicherungspflichtig.

 

Das Kilometergeld kann außerdem nur bis 30.000km pro Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei ausbezahlt werden. Der Grund ist, dass die Judikatur davon ausgeht, dass die tatsächlichen Kosten ab diesem Punkt geringer sind als der Satz des amtlichen Kilometergeldes (Fixkostendegression).
Für im Zuge von Dienstreisen gefahrene Kilometer über 30.000 per anno fällt dementsprechend für den den Arbeitnehmer Sozialversicherung und Einkommensteuer an.
Er können allenfalls höhere tatsächliche Kosten bei der Arbeitnehmerveranlagung am Jahresende als Werbungskosten geltend machen.
Für den Arbeitgeber entstehen ebenfalls Sozialversicherungsbeiträge (AG-Beitrag) sowie DB,DZ und Kommunalsteuer.


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